Das Spektrum der Urologie umfasst u. a. folgende Behandlungen und Eingriffe:


Uro-Onkologie (Früherkennung und Vorsorge bei Prostatakarzinom, Blasen- und Nierentumoren, Hodenkrebs)

Stationäre kassenärztliche und Privatbehandlungen (transurethrale Eingriffe: Prostataadenom (TUR- Prostata) und Blasentumor (TUR- Blase))

Konservative Behandlungen

Ultraschall- und Röntgen- Diagnostik

Mikrobiologische Harnuntersuchungen

Behandlung der Erektilen Dysfunktion

Ambulante und Belegärztliche Operationen, wie Sterilisation (TUR-Prostata /-Blase, Steinbehandlung, schonende Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen mittels modernster Lasertechnik, Sterilisationsoperationen)

Kinderurologische Standardoperationen (Beschneidung)

Operationen der äußeren männlichen Genitale

Botoxinjektionen bei überaktiver Blase





Ihr behandelnder Arzt:
Prof. Dr. med. U. Jonas
Facharzt für Urologie

Ihr behandelnder Arzt:
Prof. Dr. med. A. Anastasiadis
Facharzt für Urologie und
Spezielle Urologische Chirurgie

Neue Behandlungsform bei chronischem Beckenschmerzsyndrom

Schmerzen lindern – Lebensqualität verbessern!

Das chronische Beckenschmerzsyndrom „Chronische Prostatitis“ ist eine der häufigsten ambulanten Diagnosen, die von Urologen gestellt werden.
Die Symptome einer chronischen Prostatitis haben etwa 10% aller Männer. In der überwiegenden Mehrzahl der Patienten (ca. 90-95%) handelt es sich um eine „chronisch abakterielle Prostatitis“ oder das chronische Beckenschmerzsyndrom (CPPS, Chronic Pelvic Pain Syndrome), wobei nicht in allen Fällen die Prostata an dieser Erkrankung beteiligt ist.

Die Ursachen
Bis jetzt sind die Gründe, die zur Entwicklung der Erkrankung führen nicht genau bekannt. Es werden verschiedene Ursachen diskutiert und man geht einstimmig davon aus, dass das chronische Beckenschmerzsyndrom eine multifaktorielle Erkrankung ist. Bei multifaktorieller Erkrankungsgenese spielen neben somatischen möglicherweise auch psychische Komponenten eine Rolle. Bevor ein Beckenschmerzsyndrom behandelt wird, müssen alle anderen möglichen Diagnosen, die zu ähnlichen Beschwerden führen können, ausgeschlossen werden.

Was sind die Symptome des chronischen Beckenschmerzsyndroms?
  • Schmerzen (Hauptsymptom), dauernd oder wiederkehrend über mindestens 3 Monate, oft schon länger
  • Verkrampfung der Muskeln des Beckenbodens

  • Sexuelle Funktionsstörungen (Erektionsstörungen, Lipidoverlust)

  • Blasenbeschwerden (häufiger Harndrang, Miktionsstörungen)

  • Minderung der Lebensqualität


  • Wo treten die Schmerzen auf?
  • Prostata, Dammregion (häufigste Schmerzlokalisation)

  • Beckenboden

  • Unterbauch

  • Harnblase

  • Hodensack / Hoden

  • Penis

  • Gesäß / After

  • Rücken


  • Medikamente
    Die Erkrankung kann durch so genannte Alpha-Reeptorenblocker beeinflusst werden. Dabei handelt es sich um Medikamente, die den Blasenauslasswiderstand, also den Flusswiderstand unterhalb der Harnblase, der das Wasserlassen blockieren kann, verringern und damit die Beschwerden lindern können. Zusätzlich können noch schmerzlindernde und entzündungshemmende sowie abschwellende Medikamente verabreicht werden wobei die Wirksamkeit (wie zahlreiche Studien in den letzen Jahren gezeigt haben) nicht oder nur unzureichend geklärt ist.

    ESWT ( Extrakorporale Stosswellentherapie)
    Stossellen haben die Behandlungsmethoden in der Urologie revolutionär verändert und das Therapiespektrum erheblich erweitert.
    Bei dieser Behandlung werden Stosswellen-Therapieimpulse auf die Prostata, die im Zentrum der Impulse liegt, abgegeben. Dazu wird ein Therapiegerät auf den „Damm“ (Region zwischen Ansatz des Hodensackes und Darm-Ausgang) aufgesetzt. Unter dem „Damm“ befindet sich die Prostata, die somit leicht von den Therapieimpulsen erreicht werden kann. Stossellen mit niedriger Energie, wie sie zur Behandlung des Beckenschmerzsyndroms eingesetzt werden, haben sich schon seit langem bei der Stimulation von Nervenzellen, des Stoffwechsels und der Durchblutung sowie in der nachhaltigen Schmerzlinderung bewährt.
    Die Behandlungen werden 1x pro Woche ambulant durchgeführt. Insgesamt werden 4 Behandlungen empfohlen. Eine Behandlung dauert ca. 15 Minuten, dabei werden 3000 Therapieimpulse auf die Prostataregion abgegeben. Eine Schmerzausschaltung oder Betäubung ist nicht notwendig, weil die Verabreichung der Therapieimpulse problemlos vertragen wird.
    Der große Vorteil der Stosswelle ist, dass die Behandlung praktisch keine Nebenwirkungen hat und für die Patienten risikolos anwendbar ist.

    Ist die ESWT bei dem chronischen Beckenschmerzsyndrom bereits klinisch getestet worden?
    Bis jetzt wurde diese neue Behandlungsoption in drei verschiedenen klinischen Studien evaluiert, u. a. auch in einer prospektiven, randomisierten und placebo-kontrollierten Studie. Wie bereits schon in den 2 Pilotstudien kannte in der placebo-kontrollierten Studie auch eine deutliche Verbesserung (statistisch signifikant) von Schmerzlinderung und Lebensqualität der Verumgruppe gezeigt werden.

    Was ist das Besondere an der ESWT / Vorteile für den Patienten
    Die Vorteile der ESWT liegen in der Nicht-Invasivität der ambulanten Behandlung, die einfach und problemlos durchzuführen ist. Sie ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen und kann prinzipiell so oft wie notwendig wiederholt werden. Für die Behandlung ist zudem keine Anästhesie erforderlich.

    Die Stosswellen haben die Behandlungsmethoden in der Urologie revolutionär verändert und das Therapiespektrum erheblich erweitert. Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Therapieform um eine Selbstzahlerleistung und um keine gesetzliche Kassenleistung handelt. In Ausnahmefällen übernehmen Privatkassen die Kosten für die Therapie.

    Weitere Informieren erhalten Sie unter 0511-990 44 0.

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