Wichtige Information für die stationäre Patienten
in der Eilenriede Klinik Hannover
Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,
Schmerzen nach Operation müssen nicht sein
Um einen optimalen Operationsablauf mit optimalen Ergebnissen zu gewährleisten, hat sich unsere Anästhesiepraxis auf das Prinzip der so genannten
Fast - Track - Anästhesie konzentriert. Das heißt, dass die individuelle Narkose für Sie so schonend wie möglich, mit geringst möglichen Schmerzen sowie einer frühest möglichen Klinikentlassung erreicht wird.
Liebe Patienten,
Sie haben sich für Ihre Behandlung und Durchführung einer schmerzlosen Operation in unserer Praxis in der Eilenriede Klinik Hannover entschieden. Das Institut für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Akupunktur unter der Leitung des Kliniksprechers Herrn A. Razeq Alimy, Facharzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Akupunktur ist Partner der Eilenriede Klinik, Sportsclinicgermany und weiterer Belegärzte der Eilenriede Klinik. Das Institut besteht aus acht Fachärzten, einer Weiterbildendungassistentin und fünfzehn Gesundheits- und Krankenpflegern sowie medizinischen Fachassistentinnen. Sie werden bei uns ausschließlich von erfahrenen Fachärzten mit einem breiten Spektrum an Behandlungsverfahren für eine optimale medizinische Versorgung und nachhaltiger Schmerzfreiheit von der Aufnahme bis zur Entlassung betreut.
Die Aufgabe unseres Teams besteht darin, neben der Durchführung der Narkose, ebenfalls die Planung und Betreuung der postoperativen Schmerztherapie zu gewährleisten. Die dabei eingesetzten Methoden der Schmerztherapie sind vielfältig, aber immer auf den einzelnen Patienten und dessen Operationsart abgestimmt.
Von der Therapie zum Konzept
Erfolgreiche Schmerztherapie erfordert eine umfassende ärztliche Spezialisierung. Diese ist aber ohne die enge Zusammenarbeit aller wichtigen Fachgebiete nicht möglich. Erst der interdisziplinäre Dialog durch Schmerztherapeuten, Orthopäden, Krankengymnasten und Gesundheitspflegern ermöglicht in unserem Hause folgendes:
• Bedarfsgerechte Gabe von Narkosemitteln während der Operation
• Minimierung des Wundschmerzes unmittelbar nach der Operation
• Reduktion von Übelkeit und Erbrechen
• Frühe Mobilisation und gezielte schmerzfreie Krankengymnastik
• Frühere Entlassung aus der Klinik
• Vermeidung von Chronifizierung der Schmerzen
Folgende wichtige Schmerztherapieverfahren zusätzlich zur modernen Vollnarkose kommen in unserer Klinik zum Einsatz:
Rückenmarksnahe Kathetertechniken, periphere Kathetertechniken, intravenöse Schmerztherapie und patientenkontrollierte Analgesieverfahren sowie das Anlegen eines Blasenkatheters.
Antiemetika
Übelkeit und Erbrechen sind unangenehme Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Narkose und Operation.
Die vorsorgliche standardisierte Gabe von Antiemetika (Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen) hilft dieses Problem deutlich zu verringern.
Messung der Narkosetiefe
Seit Anbeginn der Allgemeinanästhesie bestand der Wunsch Narkosetiefe messbar zu machen, um die Narkose wirklich „massgeschneidert“ an den Patienten anpassen zu können.
Das Hirnstrombild (Elektroencephalogramm (EEG)) verändert sich unter dem Einfluß von schlaffördernden Narkosemitteln. Hierbei kann mittels Klebeelektroden auf der Stirn, die einfach nach der Narkose wieder entfernt werden das Hirnstrombild während der Narkose abgeleitet werden.
Den Narcotrend Monitor, der nicht zum „Pflicht-Monitoring“ zählt, verwenden wir in der Klinik regelmäßig.
Er hilft mit einer automatisierten Interpretation Narkosemittel individuell und bedarfsgerecht zu geben. Eine individuelle Überdosierung oder eine Unterdosierung der Narkosemittel mit der Möglichkeit von bewussten Wahrnehmungen, können so vermieden werden.
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Was ist einen Periduralkatheter?
Die Periduralanästhesie zählt zu den zentralen Nervenblockaden. Bei diesem wirken die Lokalanästhetika auf Nervenwurzeln die vom Rückenmark ausgehen.
Der Periduralkatheter ist ein dünner Kunststoffschlauch, der in örtlicher Betäubung in den Periduralraum gelegt wird. Die Katheterspitze befindet sich nur wenige Zentimeter unter der Hautoberfläche. Der größte Tei des Katheters wir draußen am Rücken hoch geführt und das Ende vorne auf dem Brustkorb festgeklebt. Der Pat. kann sich frei bewegen , sitzen, problemlos auf dem dünnen Katheter liegen. Die Periduralanästhesie zählt damit zu den zentralen Nervenblockaden.
Dieses effiziente Schmerztherapieverfahren ist nach heutigen Erkenntnissen jedem systemischen Schmerztherapieverfahren überlegen.
Es wird für folgende Operationen in unserem Haus eingesetzt:
Hüft- und Knie-Prothesen, Umstellungsosteotomie, Oxford-Prothesen sowie größere Bauch- und gynäkologische Operationen.
Der Periduralkatheter wird nach 1 bis 2 Tagen entfernt, da in diesem Zeitraum der größte Wundschmerz schon überwunden ist.
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Was sind periphere Kathetertechniken?
Insbesondere nach Operationen im Schulterbereich ist häufig mit intensiven Schmerzen zu rechnen. Der Einsatz einer peripheren Kathetertechnik wie des Plexuskatheters begleitend zur Vollnarkose, hat sich bei Operationen im Schulterbereich, Ellenbogen- und bei Handoperationen bewährt. Die Kathetertechnik lokalisiert bei der Anlage Nervenbündel in der Nähe dieser Region mittels eines elektronischen Gerätes, dem Nervenstimulator. In unmittelbarer Nähe von Nerven kann damit ein dünner Katheter gelegt werden. Darüber kann wiederholt oder kontinuierlich etwas Lokalanästhetikum nachgegeben werden, wenn die Wirkung der Betäubung im Versorgungsgebiet der blockierten Nerven nach Stunden nachlässt. Durchschnittlich beträgt die Wirkung bis zu12 Stunden. In dieser Zeit herrscht eine Kraftlosigkeit und Gefühllosigkeit in dem betroffenen Arm oder Bein.
Wir bieten die interskalenäre Nervenblockade für Operationen an der Schulter und die Nervus femoralis Blockade für Operationen am Bein (Bandplastiken) an.
Intravenöse Schmerztherapie
Die intravenöse Schmerztherapie und PCA (patientenkontrollierte Analgesie) ist eine Alternative und Ergänzung zur Regionalanästhesie. Patienten, bei denen aus bestimmten Gründen keine Regional-/Periduralanalgesie möglich ist, profitieren von diesem Analgesieverfahren. Prinzipiell kann die intravenöse Schmerztherapie bei jedem Eingriff verwendet werden.
Akupunktur
Die Akupunktur ist Bestandteil des traditionellen chinesischen Heilkonzepts. In der westlichen Medizin erfährt sie bei Ärzten und Patienten eine zunehmende Popularität. Die Behandlungserfolge sprechen dabei für sich. Gerade funktionelle Störungen wie Durchblutung, Muskeltonus, worunter auch verschiedenste Schmerzzustände fallen, lassen sich mit einer Akupunkturtherapie beeinflussen.
Blasenkatheter
Bei größerer Operationen wie Hüft, Knie-Prothese, Oxford-Prothese und Bauchoperationen haben die Patienten ca. 24 Std. Bettruhe Bei solche Operationen und besonderes wenn die Patienten auch an Blasenschwäche oder Prostatavergrößerung leiden, legen wir vorübergehend vor der Operation einen Blasenkatheter an.
Weitere Maßnahmen:
Unmittelbar nach erfolgter Operation erhalten unsere Patienten unter ärztlicher Aufsicht Medikamente zur Abschwellung des Operationsgebietes um eine schneller Mobilisation und Heilung zu ermöglichen.
Der Einsatz von Antithrombosemitteln begleitet notwendigerweise größere Eingriffe um unnötige Risiken zu vermeiden.
Hierbei kommen modernste Medikamente zum Einsatz, welche nicht mehr unter die Haut gespritzt werden müssen, sondern als Tablette 8 – 10 Stunde nach der Operation eingenommen werden können.
Über die Schmerztherapie und Anästhesie-Technik sowie die Wirkung und Nebenwirkungen oder Komplikationen, werden Sie bei einem Prämedikationsgespräch (Narkosevorgespräch) vom Anästhesisten ausführlich aufgeklärt. Sie haben die Möglichkeit sich während dieses Gespräches über die Narkose und Schmerzbehandlung zu informieren.
Bei schweren Fällen wird gemeinsam mit dem Operateur die Strategie von Vollnarkose, postoperative Schmerztherapie und Operation festgelegt.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, alles Gute und eine baldige Genesung. Es wünscht Ihnen einen schmerzfreien und angenehmen Aufenthalt in unserer Klinik
das Institut für Anästhesie, Schmerztherapie Akupunktur
und das gesamtes Team der Eilenriedeklinik Hannover
