Beckenboden- und Blasenprobleme

Jede 4. Frau in Deutschland leidet aufgrund von Beckenboden- und Blasenproblemen unter ungewolltem Harnverlust, ständigem Harndrang am Tage und nachts, Blasenentleerungsstörungen oder Kreuzschmerzen.

Die Ursache für die quälenden Probleme ist ein Erschlaffen der Beckenbodenmuskulatur und der Bänder durch Geburten, Operationen oder zunehmendes Alter. Die Veränderungen führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Obwohl dieses Problem weit verbreitet ist, wird es nach wie vor als Tabu-Thema nahezu geheim gehalten. Das liegt in erster Linie daran, dass den meisten Patientinnen bisher nicht geholfen werden konnte.

Das Verfahren nach Petros/Goeschen berücksichtigt Schäden im gesamten Beckenboden-Bereich, vorne, in der Mitte und hinten. Durch präzise Diagnostik und eine sehr umfassende Untersuchung werden die Strukturen, die geschädigt sind, präzise ermittelt. Die dann folgende Operation setzt genau an diesen Schwachstellen an. Geschädigte Bänder werden gestrafft, wenn nötig durch künstliche Bänder verstärkt, überschüssige Haut wird in Schichten übereinandergelegt und nicht weggeschnitten, Vernarbungen durch Voroperationen gelöst. Damit wird die ursprüngliche Elastizität und Funktion des Beckenbodens wieder hergestellt. Ein Teil dieser Eingriffe ist erst dadurch möglich geworden, dass die Firma TYCO ein spezielles Instrument dafür entwickelt hat.

Die Operation erfolgt vaginal, fast unblutig und mit sehr kleinen Schnitten. Diese Eingriffe sind nahezu schmerzfrei, da sich in diesem Bereich des Beckenbodens keine Schmerzrezeptoren befinden. Die Patientinnen können sofort nach der OP wieder aufstehen.

Unser Ziel ist es, Frauen, die stark unter Blasen- und Senkungsproblemen leiden, ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Der Bereich Gynäkologie befindet sich direkt gegenüber der Eilenriede Klinik im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Emmichplatz.